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Projekt: |
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QRP-Fuchs Multiband-Antenne
erbaut 2004, Bausatz von QRPproject/DL-QRP-AG |
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Bastler: |
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Uli, DL2LTO |
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Kontakt: |
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dl2lto@darc.de |
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Kurzbeschreibung: |
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Einleitenede
Worte:
Die QRP-Fuchsantenne ist
eine einfach aufzubauende Antenne, nicht nur für den portabel Betrieb.Für
mich waren folgende Faktoren entscheidend:
Die Antenne ist leicht und
hat für QRP-portabel eine sehr geringes Packvolumen. Sie ist einfach
aufzubauen, benötigt nur einen Aufhängepunkt und erlaubt in der
beschriebenen Variante Mehrbandbetrieb. Es wird kein extra Abstimmgerät
benötigt und auf Radials kann verzichtet werden. Die Antenne hat einen
sehr guten Wirkungsgrad und ist keine Behelfsantenne.
Diese Vorteile zeigen sich
vor allem im Portabelbetrieb bei QRP-Betrieb. |
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Funktion
der Fuchsantenne:
Der österreichische
Funkamateur J.Fuchs entwickelte so gegen 1927 diese damals sehr beliebte
Kurzwellenantenne. Das Prinzip ist eine Halbwellen Antenne, die an einen
Parallelkreis gekoppelt ist.
Ein einfacher Lamda/2 Draht
als Strahler, hochohmig mit einem Parallelkreis am Fußpunkt verbunden
und das alles ohne Radials. Die Antenne muß in einem Spannungsbauch,
also am Ende, gespeist werden! Der Draht kann natürlich auch ein vielfaches
von Lamda/2 betragen. Die Antenne kann auf den höheren Bändern
in ihren Oberwellen erregt werden, da ja jeder Harmonischen am Antennenende
ein Spannungsbauch entsteht. Mit ca. 42m Länge kann mit dem Fuchskreis
auf den Bändern 80 bis 10m Resonanz erreicht werden.
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Stromverteilung und Anzahl
der Halbwellen auf einer ca. 41,7m langen Fuchsantenne:
| Schwarz |
80m |
| grün |
40m |
| blau |
20m |
| rot |
10m |
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Das Strommaxima ist in Strahlermitte.
Aber Achtung! Auch bei kleinen Leistungen werden im Bereich des Fuchskreises
hohe HF-Spannungen erzeugt. So ab 10 Watt aufwärts. Bei QRP also nicht
ganz so kritisch.
Gute Erdverhältnisse
sind immer von Vorteil und ergeben eine flache Abstrahlung.
Ich habe diese Antenne an
der Ostsee in den Dühnen geteste. Der Mast mit einer ausgezogenen
Länge von ca.10m stand fast im Salzwasser. Dabei habe ich festgestellt,
das die Fuchsantenne ohne Radials bei guter Bodenleitfähigleit sehr
gut funktioniert.
Wie lang sollte der Draht
sein? Monoband oder Multiband Antenne?
Die Strahlerlänge kann
einfach nach folgender der Formel berechnet werden:
Strahlerlänge
in m = 150 x (Anzahl Halbwellen-0,05) / Frequenz in MHz
Der Verkürzungsfaktor
sollte mit einbezogen werden und ist mit 0,95 anzusetzen.
Ich kann für jedes
Band einen separaten Strahler bauen oder aber wie in diesem Fall die Drahtlänge
für Mehrbandbetrieb auslegen.
Dabei ergibt sich mit einer
Drahtlänge von ca. 41-42m Resonanz auf den Bändern 80m bis 10m.
Bei Einzelbandbetrieb und
Annahme nur einer Halbwelle ergeben sich folgende Längen:
| 80m |
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3,5
MHz |
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40,71m |
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| 40m |
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7
MHz |
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20,36m |
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| 30m |
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10,1
MHz |
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14,11m |
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| 20m |
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14
MHz |
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10,18m |
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| 17m |
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18,1
MHz |
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7,87m |
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| 15m |
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21
MHz |
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6,79m |
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| 12m |
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24,9
MHz |
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5,72m |
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| 10m |
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28
MHz |
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5,09m |
Bitte meßt die Drahtlänge
nicht mit der Millimeterschraube, sondern mit dem praktischen Menschenverstand.
Nehmen wir mal an, die Strahlerlänge
beträht 41,7m. Dann ergeben sich für 80m=1HW, 40m=2HW, 20m=4HW
und 10m=8HW.
(HW=Halbwelle)
Aufhängepunkt:
Die Antenne wird bei mir
fast ausschließlich als Schrägantenne (Slooper) genutzt. Mögliche
Aufhängepunkte sind ein 10m Glasfibermast, ein Baum oder ein Gebäude.
Bitte das Drahtende nicht unmittelbar am Baum etc. befestigen, sondern
immer ein Isolierkörper oder Angelschnur anknippern und dann am Baum
befestigen! Von dort schräg nach unten, aber nicht bis ganz auf den
Erdboden. Die Ankopplung an den Fuchskreis sollte in ca. 1m Höhe erfolgen.
Das entspricht etwa der Tischhöhe. |
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Schaltung
der Mehrband Fuchsantenne:
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Details
in Wort und Bild |
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| L3
mit 56 Windungen auf T80-2 Ringkern. Anzapfungen bei 8 und 24 Windungen.
Die Anfangs- und Endpunkte der Wicklung wurden mit Heißkleber fixiert. |
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L3 aus einer anderen
Perspektive. Die Windungen bestehen aus 0,5mm Kupferlackdraht. Die Enden
der Abgriffe werden verdrillt und verlötet. |
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| L1/L2.
L2 mit 7 Windungen auf T80-2 Ringkern. L1 ist die Koppelwicklung mit je
6x1 Windung. Beide Wicklungen bestehen aus 0,5mm Kupfelackdraht. Die Enden
wurden auch hier mit Heißkleber fixiert. Zusätzlich erhielt
L1 eine Markierung aus Isolierschlauch. |
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Beide bewickelten
Ringkerne L1/L2 und L3 nebeneinander. |
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| Ringkern L3, nachdem
die Kupferlackdrähte entsprechend der Montage gekürzt wurden.
Vorbereitet für den Gehäuseeinbau. |
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Ringkern L1/L2,
nachdem auch hier die Kupferlackdrähte entsprechend der Montage gekürzt
wurden. Vorbereitet für den Gehäuseeinbau. |
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| Beide Ringkerne
vorbereit für den Gehäuseeinbau. Einige Anschlußdrähte
wurde mit Schrumpfschlauch isoliert. |
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Gehäuseinnenschale
mit Anordnung der beiden Drehschalter, Dreko, Antennenbuchsen und LED. |
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| Gehäuseansicht
mit BNC-Buchse zum TRX und den weiteren Bedienknöpfen. Eine Skala
verbessert die Handlichkeit der Abstimmprozedur. |
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Gehäuseansicht
mit Buchse zur Drahtantenne. Ein einfacher Bananenstecker ist ausreichend. |
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| Fertig aufgebauter
Fuchskreis. Links L3 und rechts L1/L2. Mittig der Dreko. Links und rechts
oben die beiden Drehschalter. |
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Fertig aufgebauter
Fuchskreis. Rechts oben die beiden Germaniumdioden für die LED Abstimmanzeige. |
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| Fertig
aufgebauter Fuchskreis. Links Bananenstecker für Lamda/2 Strahler.
Rechts der Anschluß mittels Koaxkabel an den Transceiver. |
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Abstimmung
der Fuchsantenne:
Benötigt wird dazu
ein Transceiver sowie ein Stehwellenmeßgerät in folgender Beschaltung:
Transceiver
<------>- SWR <-------> Fuchskreis |-------------------------------->
Antenne
Für die ersten Abstimmversuche
brauchen wir noch keine Antenne. Der Fuchskreis läßt sich auf
dem Küchentisch ohne Antennendraht vorabstimmen und testen.
Als erstes den Empfänger
auf die gewünschte Abstimmfrequenz einstellen, z.B. 7,05 MHz. Mit
dem Dreko und dem Auswahlschalter der Einkoppelspule wird ein Rauschmaximum
im Empfänger gesucht. Beide Einstellknöpfe abwechselnd betätigen,
bis das Rauschmaximum gefunden wurde. Oft ist die Rauschzunahme sehr spitz.
Das ist ein Vorteil vom Fuchskreis, der ja eine hohe Güte aufweisen
sollte. Der Fuchskreis wirkt im Empfangs- und im Sendefall als Bandpaßfilter!
Diesen Vorteil sollten wir zu schätzen wissen, denn das Großsignalverhalten
des RX und die Unterdrückung der Ober- und Nebenwellenausstrahlung
des TX werden verbessert.
Wenn dieses Rauschmaximum
gefunden wurde geben wir nur geringe Sendeleistung auf den Fuchskreis.
Aber bitte nur so viel, um ein eindeutiges SWR ablesen zu können.
Auf keinen Fall mehr als 3 Watt und nur kurze Zeit tunen, ca. 15 Sekunden.
Es darf zu keiner starken Erwärmung der Ringkerne kommen. Noch fehlt
ja die Antenne!
Durch geringes Verändern
des Drehkondensators und des Schalters der Einkoppelspule wird auf ein
SWR von 1:1 abgestimmt.
Die Leuchtdiode als einfacher
HF-Spannungsindikator sollte dabei nur minimal leuchten, also fast dunkel
bleiben. Wenn wir im praktischen Betrieb kein Stehwellenmesser haben, kann
die Leuchtdiode eine guter Indikator für das SWR sein. Immer auf minimales
Leuchten abstimmen!
So, nun wird die Lamda/2
Antenne angeschlossen. Eine geringe Nachstimmung kann erforderlich werden.
Es sollte aber im Großen und Ganzen alles bereits stimmen.
Es soll keine wissenschaftliche
Abhandlung darstellen, sondern zum Bauen anregen. In der praktischen Tätigkeit
wid einem so manches viel Bewußter, weil man sich mit der Materie
tiefer beschäftigen muß. Dazulernen ist vorprogrammiert. Na
dann viel Spaß. |
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Schaltungsunterlagen
zur Multiband Fuchs-Antenne
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