Hallo
CW-Freunde,
Der Begriff 'Iambic' ist
im Laufe der Zeit etwas verschwommen geworden. Ich habe ein wenig recherchiert
und denke, daß das Folgende für alle an der Thematik interessierten
OMs von Interesse sein könnte.
Dave Ingram, K4TWJ, der
berühmte, amerikanische Tasten-Pabst, schreibt, daß von Vibroplex
erstmalig eine zweiarmige Paddle mit der Bezeichung 'Iambic' auf den Markt
gebracht wurde.
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Vibroplex's Iambic Paddle
Modell gab es in 3 Versionen:
'Standard', 'Deluxe' und
'Presentation' (1). Im Gegensatz zur einarmigen Paddle ('single lever
paddle') erlaubt die zweiarmige Paddle ('twin lever paddle' oder 'dual
lever paddle') das Geben in Squeeze-Technik. Sie wird auch als 'Iambic
paddle' bezeichnet. Die einarmige Paddle wird auch als 'non-iambic paddle'
bezeichnet (2). Man kann also sagen, daß eine 'Iambic Paddle'
eine Taste ist, die das Geben in Squeeze-Technik erlaubt (was also zwei
Hebel ('twin lever') voraussetzt), sofern eine entsprechende Elektronik
benutzt wird. Eine elektronische 'Iambic-Taste' besitzt also zwei Arme
und eine Elektronik, die damit zurecht kommt bzw. diesen Vorteil sogar
möglichst gut ausnutzt ('Squeeze-Technik'). |
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In dem berühmten Curtis
8044 IC war eine komplette Keyer-Elektronik in einem 20-pin DIP integriert.
Die letzte Version, der 8044ABM Chip, bot unter anderem ein Punkt-Memory
und den Iambic Mode A und B. Im Mode A wird zwar der Punkt
bzw. der Strich, der gerade gegeben wird, ergänzt, wenn der jeweilige
Hebel ('lever') zu früh losgelassen wird, aber darüber hinaus
wird nichts gesendet. Im Iambic Mode B wird der Punkt bzw. der Strich,
der gerade gegeben wird, ebenfalls ergänzt, wenn der jeweilige Hebel
zu früh losgelassen wird, aber ausserdem wird danach noch zusätzlich
ein gegensätzliches Element gesendet, wenn der Hebel des gegensätzlichen
Elements eine Kleinigkeit zu lange gedrückt wird. |
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Beispiel 'N':
Man drückt erst den
Strich-Hebel, dann schnell den Punkt-Hebel dazu, und lässt beide Hebel
schnell wieder los, den Strich-Hebel aber schon etwas früher und es
wird ein ' - .' gesendet. Wird der Strich-Hebel nämlich eine Kleinigkeit
zu lange gehalten (z. B. erst gleichzeitig mit dem Punkt-Hebel losgelassen),
dann wird automatisch noch ein Strich angehängt, und was herauskommt
ist: ' - . -' ! Im Mode A hingegen käme in diesem Fall immer
noch ein 'N' heraus. Für ein 'K' müßte man im Mode A den
Strich-Hebel etwas länger als den Punkt-Hebel halten (3). |
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Später wurde der Iambic
Mode B weiter entwickelt, weil er vielen OMs zu schwierig oder einfach
unangenehm war. So gibt es mittlerweile einen 'CMOS Super Keyer II' Mode,
der identisch ist mit dem 'improved Curtis mode B', der etwas leichter
zu handhaben ist als der ursprüngliche Mode B. Wayne Burdick, N6KR,
vom NorCal QRP-Club stattet seine Keyer-Elektroniken allesamt mit 'Curtis
mode A' und 'CMOS Super Keyer II (improved Curtis mode B)' aus (4). |
Quellen:
| 1) |
Dave Ingram, 'Keys, Keys,
Keys', Birmingham, Alabama 1991, CQ Communications, Inc, Hicksville, New
York 11801, ISBN 0-943016-02-9,Seite 74 |
| 2) |
Ebenda, Seite 77, Figure
7-6 (Text) |
| 3) |
The ARRL Handbook For Radio
Amateurs, 1997, Seite 22.18 (Chapter 22) |
| 4) |
Wayne Burdick, Assembly
and Operating Manual 'KC2 Keyer/Counter/Meter', erhältlich bei Wilderness
Radio, P.O. Box 734, Los Altos, CA 94023-0734, Seite 2, 'Specifications' |
Nach einer Information von
Hanns, DK9NL |