„Leipzig – Stadt des Urheberrechts“ lautet der Titel eines Vortrags des Historikers und Kulturwissenschaftlers Matthias Wießner am 26. Januar, 19:30 Uhr, in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig (Otto-Schill-Straße 4 a).
Die Buch- und Musikalienstadt Leipzig spielte in Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Etablierung des Urheberrechts auf nationaler und internationaler Ebene. Mit dem Reichsgericht war bis 1945 die oberste deutsche Gerichtsinstanz auch für Rechtsfälle im Urheberrecht in der Stadt beheimatet. Durch das Gerichtsverfassungsgesetz von 1974 wurde das Leipziger Bezirksgericht zur zentralen Instanz für das geistige Eigentum in der gesamten DDR.
Matthias Wießner untersucht in seinem Vortrag neben der Entstehungsgeschichte und dem stadtgeschichtlichen Bezugsrahmen auch den sich wandelnden gesellschaftlichen Kontext für die in Leipzig beheimatete Rechtsprechung zum Urheberrecht.
Der Vortrag setzt die Veranstaltungsreihe „Leipziger Vorträgen zur Stadtgeschichte“ fort, die 2011 in Vorbereitung auf das Stadtjubiläum 2015 gestartet wurde. In Kooperation mit der Sparkasse Leipzig und der Universität hat die Stadt Leipzig mit dieser Reihe ein Forum zur Vorstellung neuer stadtgeschichtlicher Forschungen geschaffen. Die Vorträge finden vierteljährlich in der Kunsthalle der Sparkasse statt. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht nötig.
Kontakt:
Projektkoordinator Stadtgeschichte Sebastian Kusche
Tel.: 0341 23 03 684
Email: sebastian.kusche@leipzig.de
Homepage: www.leipzig.de/stadtgeschichte